Wir wissen Bescheid
Ein sichtbares Zeichen für Kirchen­gemeinden, die sich mit sexuellen Missbrauch auseinandersetzen
Ein sichtbares Zeichen für Kirchen­gemeinden, die sich mit sexuellen Missbrauch auseinandersetzen
wie Kinder in den Gemeindeeinrichtungen und -angeboten geschützt werden.
was zu tun ist, wenn jemand heute von Missbrauch betroffen ist.
ob Missbrauch / Gewalt in der Vergangenheit im kirchlichen Bereich der Gemeinde vorliegen und wir sind für Betroffene ansprechbar.

Im 2010 ist der sexuelle Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Institutionen öffentlich geworden. Es ist klar geworden, dass die Vergangenheit aufgearbeitet werden muss und Präventionskonzepte zu erarbeiten und zu leben sind. Sexueller Missbrauch ist nicht nur Vergangenheit, sondern findet auch heute statt. Mit "Wir wissen Bescheid" kann jede Gemeinde zertifiziert ein Zeichen geben, dass sie das umsetzt. Sie ist dabei unabhängig vom Willen ihrer Hierarchie.

Bringen Sie das Logo "Wir wissen Bescheid" in der Nähe der Kirchentüre oder Pfarrhofeingang und im Schaukasten an und setzen Sie ein Zeichen.

AufrufKurzfilmFlyerSchilder
Brief Aufruf Filmtitel Flyer Schild für Schaukasten 21 x 5 cm²
Schild für Schaukasten 21 x 5 cm²
Schild für Schaukasten 10 x 3 cm²
Kurzfilm bayrisch Musteraushänge

Konzept zum Anhören:


wie Kinder in den Gemeindeeinrichtungen und -angeboten geschützt werden.

was zu tun ist, wenn jemand heute von Missbrauch betroffen ist.

ob Missbrauch / Gewalt in der Vergangenheit im kirchlichen Bereich der Gemeinde vorliegen und wir sind für Betroffene ansprechbar.

In welchem Umfang in einer Gemeinde / Einrichtung durch Priester und Angestellte sexueller Missbrauch stattfand ist keine Sache die nur das Ordinariat etwas angeht und bei der nur das Ordinariat die Vorgehensweise festlegt. Hier braucht es Selbstbewusstsein aller Gemeindemitglieder, im besonderen bei Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand… . Dem Kirchenvorstand muss transparent sein,
- wem Missbrauchstaten auch aus der Vergangenheit vorgeworfen wurden
- Was unternommen wurde um strafrechtliche Konsequenzen einzufordern
- Wie mit dem Beschuldigten weiter verfahren wurde / wird.

Da der Kirchenvorstand auch zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, sind damit auch die Persönlichkeitsrechte Beschuldigter gewahrt. Die Justiz muss die strafrechtlich relevanten Taten verfolgen, der Kirchenvorstand kann / muss Vorgehensweisen festlegen, wie mit aktuellen du verjährten Taten und verstorbenen Tätern in der Kommunikation in der Gemeinde umgegangen werden soll. Z.B. Umbenennung von Straßen, die nach Tätern benannt sind, Aberkennung von Ehrenbürgerwürden….
Die unten dargestellte Situation eines/einer Betroffenen, der/die in die Gemeinde zurückkommt, ist der Prüfstein für den gesamten Aufarbeitungswillen. Es muss möglich sein, dass sich der Pfarrer um einen/eine Betroffene kümmert und zuhört. Er wird sonst seinem Auftrag nicht gerecht. Er muss sich aber auch vorab damit auseinandergesetzt haben, was auf ihn zukommt. Ein Betroffener sollte so aufgenommen, wie im Gleichnis vom verlorenen Sohn gezeigt.

Das Gleichnis eignet sich für die Situation Betroffener von sexuellem Missbrauch in kirchlichen Kontext und heute Verantwortlicher einer Institution der Kirche in der der Missbrauch stattfand (Gemeindepfarrer, Abt, Bischof):
  • Beide sind durch die Einrichtung bzw. Familie miteinander unauflösbar verbunden,
  • der heute verantwortliche ist, wie der Vater, nicht in das Missgeschick bzw. die Taten involviert,
  • beide könnten einen Konflikt haben, da der Sohn sein Vermögen nicht, wie erwartet zu Existenzgründung eingesetzt hat, bzw der Betroffene den Ruf der heutigen Institution aktiv beschädigt hat.
  • Wie der Vater schon von weitem auf den Sohn zugeht und ihn dann mit sichtbare Insignien ausstattet, auf die der Sohn kein Anrecht hat, ist analog der Betroffenen, die angehört werden, ihre Erzählungen öffentlich gemacht werden, obwohl die Taten verjährt sind.
  • Weitere Analogien sind das Schlachten eines Kalbes für ein Fest und die Zahlung für erlittenes Leid.
  • Eine Parallele findet sich in der Haltung des größeren Sohnes: Wie er, sind viele treue Christen aufgebracht, dass der Vater dem Sohn so entgegenkommt bzw von ihnen verehrte Personen diskreditiert werden. Ohne Ansage des Vaters, dass der eine klare Haltung vorgibt, geht es nicht

Warum ist das so wichtig??

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